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Markus Lesinski, Pfarrer

Delhi, 01.09.2017

Liebe Leserin, lieber Leser,

alles hinüber, alles weg… Was Menschen in den letzten Tagen bei den Fluten in Mumbai, den Überschwemmungen und Erdrutschen in Indien, Nepal und Bangladesch durch den Monsun erleben, lässt sich in seiner Dramatik von außen kaum nachvollziehen. Und kaum erklären. Ist es Schicksal, Gottes Fügung oder das Verhalten der Menschen auf der Nordhalbkugel, das den Klimawandel in allen Schattierungen provoziert?

Auch Europäer ahnen wohl, was es bedeutet, lange auf seine Wohnungseinrichtung oder auf Möbel gespart zu haben. Viele Anschaffungen bis hin zum Kauf einer Wohnung, einer Hütte oder dem Aufbau eines Betriebes oder eines Straßenstandes bzw. Mini-Kiosks sind ein persönlicher Kraftakt. Da wird lange gespart. Vielleicht werden Schulden gemacht. Manches wird sogar zu einem Lebenswerk. Und mit einem Mal soll all das trotz guter Schutz-und Warnmaßnahmen der letzten Jahre, trotz in Aussicht gestellter staatlicher Hilfe, trotz erfolgter Nachbarschaftshilfe zerstört sein. Einfach weg?!

Die Tragödie, die damit für viele Menschen verbunden ist, lässt sich kaum in Worte fassen. Es bleibt eher Sprachlosigkeit.

Da ist dann oft nicht viel mehr als das eigene Leben. Alles andere wird zum Scherbenhaufen. Kein Wunder, wenn da so mancher flucht und mit dem Schicksal hadert!

Erstaunlich ist für mich, wie schnell manche Leute dann Fehler analysieren können – oder es zumindest meinen: Maßnahmen zum Hochwasserschutz würden ausgebremst?! Korruption sei schuld?! Der Mensch müsse heute einfach lernen, mit extremeren Wettersituationen zu leben?! Dies gelte vor allem für Südasien. Es würde in Wahrheit zu viel Landschaft durch „Küstenschutz“ zerstört?!

All das mag richtig sein. Und es muss sicher ernsthaft über diese Themen nachgedacht und diskutiert werden. Aber es ist doch nicht das, was in diesen Tagen und in dieser südasiatisLiebe Leserin, lieber Leser,chen Region Priorität hat. Vorrang muss jetzt doch haben, mit denen wirklich solidarisch zu sein, die so schwer vom Schicksal getroffen wurden.

Deshalb gilt vor allem denen Dank und auch Aufmerksamkeit, die als Helfer in diesen Tagen mit anpacken. Es gibt die vielen, die sich einfach freinehmen und irgendwie zu helfen versuchen, die Verwandte und Bekannte aufnehmen oder bei organisierten Einheiten schuften. Nicht zuletzt gilt es jetzt auch, mit Spenden und dem, was jeder beitragen kann, zu helfen. Gerade für gutsituierte Mitteleuropäer – an einem der größten religiösen, hinduistischen Feierlichkeiten dieser Region. Den Feierlichkeiten vieler Menschen in Indien und Nepal für den hinduistischen Gott Ganesha mit seiner Weisheit, Bildung und Kraft, seinem Erfolg und Segen.

Gerade angesichts der Fluten und Erdrutsche in Indien, Nepal und Bangladesch ist das biblische Bild vom Fels, an dem sich Halt finden lässt, für mich sehr beeindruckend. Es kommt immer wieder in der Bibel vor. Im 31. Psalm heißt es beispielsweise: Gott, „sei mir ein schützender Fels, meine Burg, die mich rettet!“ (Ps 31,3). Wo Menschen jetzt mit anpacken oder auf andere Weise helfen, da wird sicher ein wenig von diesem Fels, der Halt gibt, erkennbar.

Ich wünsche allen Menschen und allen Helfern und Helferinnen in den Hochwasser- und Erdrutschgebieten viel Kraft und Ausdauer – und Gottes Segen!

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