Die DPKN als WEGKREUZUNG

Die deutschsprachige protestantische Kirchengemeinde in Nordindien, Bangladesch und Nepal (DPKN) bietet seit 1958, also seit nunmehr sechzig Jahren, deutschsprachigen Christen in Südasien eine kirchliche, kulturelle und sprachliche Heimat. In einem Umfeld, das so ganz anders ist als Mitteleuropa und oft die Anpassungsfähigkeit stark beansprucht, ist unsere  Gemeinde eine wichtige Anlaufstelle für hier seßhafte Deutschsprachige sowie vorübergehend Tätige („Expats“). Die Gemeinde wird durch eine hohe Fluktuation geprägt, denn unsere „Expats“  mögen nächstes oder übernächstes Jahr schon wieder in Europa, Afrika oder Amerika sein. So gleicht unsere Gemeinde einer Wegkreuzung, an der Mitglieder des „wandernden Gottesvolkes“  zusammenkommen, um weiterzuziehen und sich an anderer Stelle neu zu finden.

WIR LADEN EIN

Unsere religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Aktivitäten in deutscher und ggf. auch englischer Sprache  richten sich an alle Interessierten. Gottesdienste, Gesprächsrunden und Treffen kultureller Gruppen finden im Einklang mit dem Kirchenjahr an allen Gemeindeorten statt, der Schwerpunkt  weiterer Aktivitäten liegt in Neu Delhi.

WIR LEBEN GEMEINSCHAFT

Unsere Gottesdienste halten wir, meist mit Pfarrer, mal mit unserem Prädikanten im Kirchenvorstand, in unterschiedlichen Formaten ab, vom „runden Tisch“  am Sonntagabend über den „klassischen“ Abendmahlsgottesdienst bis hin zum ökumenischen Fest unter freiem Himmel. Krabbelgottesdienste für die Kleinsten, Kinderbibeltage, Konfirmation  und „Junge Gemeinde“ sowie Fürsorge und Lebensberatung ergänzen das geistliche Angebot. Hinzu kommen gemeinsames Singen und Musizieren, musikalische Veranstaltungen und Vorträge  zu religiösen und sozialen Themen sowie regelmäßige Treffen hier dauerhaft ansässiger deutscher Damen (Swagatgruppe). Diese breitgefächerten Angebote sprechen gezielt auch eher kirchenfernen Kreise an und laden zu Gespräch und Austausch ein.

WIR VERBINDEN

Die Gemeinde hält regen Kontakt zu allen deutschsprachigen Institutionen und Einrichtungen vor Ort – ein wichtiges  Element der Vernetzung, damit Deutschsprachige sich heimisch fühlen können. Besonders eng ist die Verbindung mit der Deutschen Schule New Delhi, in der der Pfarrer in erheblichem  Umfang  Unterricht in Religion und Ethik anbietet und in der wir uns zu verschiedenen ökumenischen Veranstaltungen treffen. Die ökumenische Zusammenarbeit mit der deutschsprachigen katholischen Emmaus-Gemeinde ist eng und fruchtbar. Pfarrer und  Vorstände stehen in lebhaftem Austausch, die im örtlichen Jahresablauf zentralen Gottesdienste (Willkommen im August, Erntedank, Advent und Verabschiedung im Mai) feiern wir in ökumenischer Gemeinschaft.

Die Zusammenarbeit mit indischen christlichen Kirchen wird vielseitig gelebt, und es bestehen intensive Kontakte zu anderen Konfessionen und Religionen. Nach außen hin können wir uns, aus religionspolitischen Gründen, nur begrenzt profilieren. Die Gemeinde öffnet Wege zu Sozialprojekten in ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung.

Hauptsitz der Gemeinde ist Delhi. Daneben finden Gottesdienste und andere Veranstaltungen in derzeit sechs weiteren Städten in Indien, Bangladesch und Nepal statt, in sehr unterschiedlicher Intensität. Wir streben eine engere, auch institutionelle Integration der Gemeindeorte an.

WIR HEISSEN SIE HERZLICH WILLKOMMEN