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Aus Delhi, für alle Gemeinden, 14.06.2018

Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn ich mir beim Reden zuhöre und mein Reden ernst nehme, dann könnte ich erkennen, dass ich oft von Dingen und Orten spreche, die es gleichermaßen gibt und nicht gibt!


Haben Sie sich zum Beispiel schon einmal gefragt, wo der rechte Fleck zu finden ist, an dem manche Menschen ihr Herz tragen? Und wäre der Hinweis eines Arztes, dass alle Menschen ihr Herz an der gleichen Stelle tragen, bereits ein Hinweis dafür, dass es diesen rechten Fleck gar nicht gibt? 
Oder: In welche Hose kann einem Menschen eigentlich das Herz rutschen? Kann das passieren oder ist das ein Hirngespinst, eine Lüge, wenn Ihnen jemand von so einer Erfahrung berichtet? 
Wo steht eigentlich dieser Tisch, wenn ich sage, ich müsste auf ihm einmal „reinen Tisch“ machen? Und ist es Ihnen, auch wenn Sie gar nicht wussten, wo er steht, trotzdem schon einmal gelungen, ihn aufzuräumen? 
Auf welcher Landkarte finde ich den Ort, wo der „Hase im Pfeffer“ und „der Hund begraben“ liegt? Erstaunlicher Weise werden beide dennoch immer wieder von Menschen täglich entdeckt! 
Auf welchem Ast welchen Baumes habe ich eigentlich gesessen, bevor ich ihn mir selbst abgesägt habe? Und wer kennt die Schmiede, in der ich selbst an meinem Glück schmiede? Denn wie würden Sie reagieren, wenn Ihnen jemand sagt, dass sein Unglück allein daraus resultiert, dass er diese Schmiede nicht wirklich gefunden hat? Würden Sie ihm recht geben oder nicht?


Wenn ich das eine also verstehe, warum tun sich dann aber andererseits viele Menschen so schwer damit, das Reich Gottes, das Himmelreich anzuerkennen? Nur, weil es ihrer Meinung nach auf keiner Landkarte dieser Welt verzeichnet und selbst von Astronauten noch nicht gesichtet werden konnte? 
Als Jesus aber von den Pharisäern gefragt wurde: „Wann kommt das Reich Gottes?“ antwortete er ihnen und sprach: „Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man’s beobachten kann; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier ist es!, oder: Da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ (Lukas 17,20-21)

So wünsche ich Ihnen einen gelungenen Abschluss der Saison 2017/2018 und eine gesegnete Sommerpause.

 

Bitte nehmen Sie in Ihre und Eure Gebete auf – Fürbitten

+ Alle, die auf Reisen gehen

+ die Deutschsprachige Protestantische Kirchengemeinde an all unseren Standorten mit ihren Mitgliedern, Freunden und Interessierten

+ die Menschen, die sich weltweit reformatorischen, orthodoxen und katholischen Kirchen hingezogen fühlen und ihren Glauben im Alltag zu leben versuchen

+ die Menschen in Mali, Syrien, im Irak und Jemen, in der Ukraine, im Hungergebiet am Horn von Afrika (Äthiopien, Eritrea, Somalia, Sudan und Uganda), in Indien und Nepal und die Flüchtlinge in Europa und Afrika, im Nahen Osten und in der südasiatischen See

+ die Menschen in Malawi und Sambia

(Zusammen mit dem ökumenischen Fürbittkalender des WCC)

Soll auch Ihr/ Euer Gebetsanliegen im Gottesdienst berücksichtigt werden? Teilen Sie es Pfarrer Lesinski mit (Kontakt s.o.).

 

Mit herzlichem Gruß

Ihr und Euer

Markus Lesinski, Pfarrer

… auch das noch!

Nur in einer Haltung der unmittelbaren Präsenz lässt sich göttliche Einheit erfahren.“ Dr. Alexander Poraj,* 1964, römisch-katholischer Theologe und Zen-Meister im Benediktushof in Holzkirchen in seinem Kommentar zur päpstlichen Richtlinie „Cor Orans“ (Betendes Herz), das den Umgang mit Mobiltelefonen und sozialen Netzwerken in Nonnenkonventen beraten möchte.